Multimedia-Präsentation: Lisa Heissenberg

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Inhalt

Dies ist der Teaser für die gesamte Wanderwochen-Serie, die wöchentlich geupdated wird. Hier finden Sie die erste Folge:

 

Folge 1: Die schönsten Wandertouren in Braunschweig - Seen, Berge und Graffiti-Kunst

Die schönsten Wandertouren

in Braunschweig

- Seen, Berge und Graffiti-Kunst

Auf dem Wall durch die Okerstadt

von Dieter Prüschenk

Auf dem Wall durch die Okerstadt

Der Wallring: vom ehemaligen Bollwerk zur friedlichen Oase für gestresste Städter.

Grafiken: Jürgen Runo
Karten: Maps4news

Karte:

1 - Inselwall

2 - Torhaus am Wendentorwall

3 - Museumpark

4 - Löwenwall

Fotos (9), Videos (2): Stefan Lohmann

Braunschweig. Diese familienfreundliche Tour von sechs Kilometern Länge führt Sie einmal rings um die Innenstadt. Start für die Runde über den Wallring ist am Inselwall an der Villa Löbbecke. Bauhistoriker und Stadtteilheimatpfleger der Innenstadt, Elmar Arnhold, ist sich sicher: „Der Braunschweiger Wallring ist einzigartig in Deutschland, wenn nicht gar auf der ganzen Welt. Er ist wie der Wörlitzer Park, nur einmal rund um die Stadt.“

Einst hatte der Wallring mit seinen zwölf Bollwerken der Abwehr kriegerischer Angriffe gedient. Die barocke Stadtbefestigung wurde 1741 fertiggestellt. Doch durch eine geänderte Kriegsführung verlor sie rasch an Bedeutung, die Erdwälle verwahrlosten. 1802 stellte der Leiter des Bauwesens im Herzogtum, Peter Joseph Krahe, einen „Generalplan“ auf: Die Grundstücke wurden zum Kauf angeboten. Mit den Erlösen sollte die Umgestaltung der Wallanlagen finanziert werden, wie neue Torhäuser, Promenaden und Parks. Vermögende Braunschweiger ließen sich nicht zweimal bitten, kauften, und errichteten prächtige Villen. Unterwegs gibt es viel Sehens- und Wissenswertes.

 

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Herrschaftliche Villen: Eines der herausragenden Gebäude ist zum Beispiel die Villa Löbbecke am Inselwall. Die Bankiersfamilie Löbbecke ließ 1865 das im römisch-italienischen Stil gehaltene Gebäude durch den Architekten Constantin Uhde bauen. Später nutzten die Nazis die Villa als SS-Hauptquartier. Dann wurde sie mit einem Neubau ergänzt und als Gästehaus der TU Braunschweig genutzt. Seit 2009 ist das Ensemble in Privatbesitz.

Eine wechselvolle Geschichte hat auch die Villa Cramer von Clausbruch hinter sich, das spätere St.-Vinzenz-Krankenhaus. Der erste Hausherr war Hofmarschall. Auch er beauftragte den Architekten Uhde. Das Gebäude besticht durch seine mediterrane Anmutung: Durch eine Spanien-Reise inspiriert, brachte Uhde einen Hauch von Andalusien an die Oker. Vom Museum-Park aus ist das 1890 vollendete Bauwerk nicht zu übersehen. Das Krankenhaus wurde 2016 geschlossen. Heute ist das Gebäude Eigentum der Evangelischen Stiftung Neuerkerode.

Ein Kleinod klassizistischer Baukunst ist die Villa „Salve Hospes“ (Sei gegrüßt, Gast). Sie wurde von 1805 bis 1808 von Peter Joseph Krahe für den Kaufmann Dietrich Wilhelm Krause am Lessingplatz errichtet. Nachfahren Krauses verkauften das Haus 1924 an die Stadt. Nachfahren Krauses verkauften das Haus 1924 an die Stadt. Seit 1946 präsentiert der Kunstverein Braunschweig dort internationale Gegenwartskunst.

 

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Torhäuser: Immer wieder sehen wir Hinweise auf die ehemaligen Stadttore. Im 18. Jahrhundert gab es noch acht von ihnen. Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Peter Josef Krahe mehrere Torhäuser bauen lassen. Von all dem ist fast nichts mehr zu sehen. Nur an drei Standorten stehen noch diese Torhäuser: Am Wendentor, am Fallersleber Tor und am Steintor. Die beiden sich jeweils gegenüberstehenden Häuser erinnern an antike Tempel. Einst dienten sie militärischen Wachen und Zöllnern als Diensträume. Heute befinden sich darin unter anderem das Museum für Photographie und der Bund Bildender Künstler.

 

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Parkanlagen: Eine von mehreren Oasen ist der Inselwallpark. Einst wurde der Park als privater Landschaftsgarten angelegt. Heute ist nicht nur der Spielplatz ein beliebter Treffpunkt.

Markant sind auch Theater- und Museum-Park. Herzogin Augusta hatte sie um 1800 als öffentlichen und zusammenhängenden Landschaftsgarten anlegen lassen. Der Neubau des Staatstheaters am Steinweg teilte 1861 allerdings die großzügige Anlage. Das einstige Konzept ist auch heute noch erkennbar: Bewaldete Hügel – die Bollwerke der Befestigungsanlagen – wechseln mit lichten Rasenflächen.

Besonders imposant kommt auch der Löwenwall daher, ein beliebter Treffpunkt zum Picknicken und Ruhen. Der Obelisk in der Mitte des weiträumigen Ovals wurde 1823 zu Ehren der im Krieg gegen Napoleon gefallenen Braunschweiger Herzöge errichtet.

 

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Ab 5. Mai geht es weiter.