Michael
Niegl,
FPÖ

"Wir fordern den Ausbau des U-Bahn-Grundnetzes wie in den 1970ern geplant, vor allem aber den Ausbau der U6, im ersten Schritt zum Krankenhaus Nord und dann weiter über die Stadtgrenze.
Für uns ist die Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs selbstverständlich wichtig, jedoch lehnen wir die reflexartige Bekämpfung des motorisierten Individualverkehrs strikt ab.
Die Veränderung der Linienführung und die bessere Anbindung von Stadtentwicklungsgebieten sehen wir durchaus positiv. Jedoch war dies keine Verbesserung im eigentlichen Sinne sondern bloß die Erfüllung von infrastrukturellen Standards.
Die von der SPÖ kolportierten Pläne zur Intervallverkürzung werden das Fehlen des U-Bahn Ausbaues sowie das völlig vernachlässigte Verkehrskonzept ebenfalls nicht ersetzen."
FP
Erol
Holawatsch,
ÖVP

"Bezüglich Brünnerstraße fordern wir ja schon sehr lange die U6 Verlängerung nach Stammersdorf und die Errichtung einer P&R Anlage an der Stadtgrenze. Aus meiner Sicht könnte wir durch diese Maßnahmen eine Verkehrsberuhigung der Brünnerstraße erreichen. Natürlich gehören dichtere Intervalle für die Straßenbahnlinien 31, 26 und zukünftig 32 unbedingt umgesetzt, da ja nicht nur die Gebiete an der Brünnerstraße betroffen sind. Genauso wichtig sind Intervallverdichtungen der S-Bahn und der Autobusse, die am Stadtrand unterwegs sind. Dies gilt natürlich ganz besonders am Wochenende und zu den Abendstunden, wo die Intervalle ganz besonders lang sind. Es gibt bereits seit mehreren Jahren ein Verkehrsberuhigungskonzept fürs Bezirkszentrum um den Durchzugsverkehr zu minimieren. Leider wurde dies seither nicht mehr weiter diskutiert."
FP
Hans Jörg Schimanek, WIFF

"Straßenbahnlinien umzubennenen und die Linienführung zu ändern, ist ja kein Konzept. Ob es also wie von der SPÖ angegeben, zu einer durchaus wünschenswerten Intervallverdichtung kommt, bleibt wohl abzuwarten. Nahezu unfassbar und eine Verschaukelung der Bevölkerung ist das SPÖ-Argument "künftig kommt man von Stammersdorf ohne Umstieg zur U1 oder ins Donauzentrum". Denn: "Zeitgleich kommen die Strebersdorfer und alle Anwohner der Pragerstraße nicht mehr so wie bisher ohne Umstieg ins Donauzentrum oder zur U1. Was soll daran also besser sein. Bezeichnend, dass in den SPÖ-Aussendungen kein einziges Mal die U6 vorkommt. "Dabei ist genau die U6-Verlängerung nach Stammersdorf vorbei am neuen Krankenhaus Nord die meistgenannte Forderungen in Floridsdorf. Die U6-Verlängerung bleibt somit auch die Kern-Forderung von WIFF-Wir für Floridsdorf."
Edler
Monika Ruschka, Neos
"Prinzipiell sind Intervallverdichtungen im öffentlichen Verkehr für uns immer zu begrüßen - besonders bei uns in Floridsdorf, wo die Wartezeiten vor allem außerhalb der Stoßzeiten ja leider oft noch besonders lang sind. Bei den jetzt angekündigten Plänen sind wir aber skeptisch: Statt zwei kürzeren und zwei längeren Strecken soll es nun drei lange Linien geben. Diese sind naturgemäß störungsanfälliger als kurze Linien, ob es also in der Praxis zu einer tatsächlichen Intervallverbesserung kommt, ist fraglich.
Die verbesserte Verbindung zwischen Stammersdorf und dem 22. Bezirk geht natürlich auf Kosten der Direktverbindung Strebersdorf - Donaustadt. Für den Bezirk als Ganzes entstehen also keine neuen Verbindungen, es müssen nur andere Floridsdorfer_Innen im Bezirkszentrum umsteigen, als vor der Änderung. Die Bevölkerung um die Prager Straße wird in den neuen Plänen im Vergleich zur Bevölkerung um die Brünner Straße weiterhin sichtlich benachteiligt, denn die Intervalle auf dieser Strecke bleiben im Vergleich deutlich länger.
Nicht zuletzt deshalb fordern wir: Eine bessere öffentliche Verkehrsanbindung an den Rest der Stadt: In 30 Minuten aus jedem Floridsdorfer Grätzel bis zum Stephansplatz durch weitere Intervallverdichtungen und verbesserte Querverbindungen."
Claudia Krieglsteiner, Wien Anders

"Die angekündigte Erweiterung des öffentlichen Verkehrs wird auch von Wien Anders Floridsdorf begrüßt.
Aber Ankündigungen, die in einem laufenden Wahlkampf gemacht werden, lassen hellhörig werden. Auch wenn noch nicht alle Details der Umsetzung bekannt sind, scheinen jedenfalls die BewohnerInnen von Floridsdorf stadtauswärts nach dem Krankenhaus Nord rund um die Brünnerstraße und in Stammersdorf die Leidtragenden der Veränderungen zu werden.
Wien Anders fordert daher: Ja zur Ausweitung des Netzes nach Strebersdorf und zur selbstverständlich notwendigen Verstärkung des öffentlichen Verkehrs zum neuen Krankenhaus, aber nicht auf Kosten bestehender Verbindungen."
pri vat
Öffi-Erweiterung Flodorf
By Tine Bazalka
Öffi-Erweiterung Flodorf
- 2,004